Antibiotika – gibt es Alternativen?
Als Antibiotika werden Medikamente bezeichnet, die gegen krankmachende Bakterien eingesetzt werden.
Früher starben auch in Deutschland Menschen an Halsentzündungen oder Lungenentzündungen.
Das ist durch Antibiotika heute kaum noch der Fall.
Doch in den letzten Jahren haben Ärzte und Patienten immer öfter festgestellt, dass Antibiotika nicht mehr wirken.
Bestimmte Bakterien lassen sich nicht mehr mit Antibiotika bekämpfen.
Sie sind gegen Antibiotika resistent geworden und wieder gefährlicher als früher.
Gründe für diese Resistenzentwicklung sind einerseits darin zu sehen, dass Antibiotika oft verschrieben werden, obwohl es gar nicht nötig ist, etwa bei einer banalen Erkältung mit Halsweh, Husten und Schnupfen, die in der Regel nicht durch Bakterien verursacht wird.
Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung fördert auch über unsere Nahrung die Resistenzentwicklung.
Auf der anderen Seite kann sicherlich auch die unsachgemäße Anwendung durch die Patienten für die schwindende Wirksamkeit der Antibiotika mitverantwortlich gemacht werden.
Insbesondere ein vorzeitiger Abbruch der Therapie bei scheinbar verschwundenen Krankheitssymptomen kann dazu führen, dass überlebende Keime sich erneut vermehren und dabei noch Resistenzen gegen das Medikament entwickeln, was beim nächsten Einsatz schlimme Folgen haben kann.
Für viele bakteriell verursachte Beschwerden können zunächst Heilpflanzen eingesetzt werden.
So hilft Salbei bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum und Thymian gegen Husten oder Teebaumöl bei Hautinfektionen.
Es gibt jedoch immer noch Patienten, die lieber Tabletten schlucken wollen, weil sie diese für wirksamer halten.
Hier müssen Ärzte die Patienten besser informieren.
Auf der anderen Seite wollen viele Patienten heute gar keine Antibiotika mehr nehmen, weil sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Aber Vorsicht: Auch das ist gefährlich.
Noch immer gibt es Bakterien, die lebensgefährlich für den Menschen sein können, und dann hilft meist nichts anderes als ein Antibiotikum.
Wenn eine Behandlung mit Antibiotika unumgänglich ist, sollten die Patienten in der Arztpraxis auch über die Folgen einer fehlerhaften Einnahme aufgeklärt werden.
