Die Schuluniform – Pro und Contra
Der Gruppenzwang unter den Jugendlichen ist ein Problem, das man mit allen möglichen Mitteln zu bekämpfen versucht.
Wer die falschen Klamotten trägt, kann schnell zum Außenseiter werden.
Ist die Schuluniform vielleicht eine Hilfe?
Seit Jahren klagt man gegen die zunehmende Markenorientierung von Schülern und die damit verbundene soziale Ausgrenzung.
Der dadurch entstehende soziale Druck, teure und angesagte Marken zu tragen, ist für Schülerinnen und Schüler extrem hoch und trägt nicht selten zum angespannten Arbeitsklima und zur abgeschwächten Konzentration im Unterricht bei.
Wer nicht mitmachen möchte oder nicht mithalten kann, wird leicht ausgegrenzt und in ein negatives Licht gestellt.
Eine einheitliche Schulkleidung würde das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schülerinnen und Schüler untereinander stärken.
Mehrere erfolgreiche Modellversuche belegen, dass das äußere Erscheinungsbild keine so große Rolle spielt und auch die Integration von Kindern unterschiedlicher sozialer und ökonomischer Herkunft, Nationalität und Religion verbessert werden kann.
Außerdem sollen die Jugendlichen lernen, sich mehr über ihre Persönlichkeit und soziale Kompetenz zu identifizieren und weniger über ihre Kleidung.
Auf der anderen Seite sind Schuluniformen kein Allheilmittel.
Sie werden vorgeschlagen oder sogar eingesetzt, um viele Probleme im jugendlichen Dasein zu entschärfen.
Dabei wird jedoch gerne übersehen, dass dieser Konflikt nicht so einfach zu lösen ist.
Denn Aggressionen lassen sich durch Uniformen nicht verhindern, ganz im Gegenteil: Die Einwände besprochen und gemeinsam gelöst werden sollten.
Die Vermittlung von grundlegenden Werten wie gegenseitigem Respekt oder der Akzeptanz unterschiedlicher Geschmäcker und Ansichten kann nur im Dialog mit allen Beteiligten erfolgen.
Darum halten es viele für ein völlig falsches Vorgehen, den Schulen Uniformen zu verordnen.
