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B2 Sprechen · Teil 2 (Präsentation)

Leistungssport und Doping

Dass Doping im Hochleistungssport gängige Praxis ist und Dopingkontrollen nicht unbedingt wirksam sind, tauchte zuletzt wieder in den Schlagzeilen auf, als die nachträgliche Aberkennung einer Reihe von Siegen in der Tour de France belegt wurde.

Es gibt durchaus Stimmen, die eine Freigabe von Dopingmitteln fordern und dabei argumentieren, dass damit endlich der Verlogenheit ein Ende gesetzt würde.

Leistungssteigernde Mittel würden schließlich auch in anderen Bereichen unserer Gesellschaft eingesetzt: Menschen greifen zu biochemischen Stimulationsmitteln wie Kaffee, Zigaretten oder Kokain, der Gebrauch von Psychopharmaka ist bei Schülern innerhalb der vergangenen zehn Jahre um das Hundertfache gestiegen.

Wenn also die ganze Gesellschaft dopt, warum sollte es dann im Leistungssport verboten sein?

Dem halten die Gegner einer Freigabe entgegen, dass gerade der Sport Vorbild sein sollte im Kampf gegen den Gebrauch leistungssteigernder Substanzen.

Ihrer Meinung nach ist Drogenkonsum ungesund und mit Sport unvereinbar.

Im Übrigen vertreten sie die Ansicht, dass Dopingmittel unfair seien, weil ihre Benutzung keine Chancengleichheit mehr gewährleistet.

Im Gegenzug entgegnen die Befürworter, einzelne Athleten würden stets Mittel und Wege finden, Kontrollen zu umgehen, und die Chancengleichheit würde dadurch eher verstärkt.

Offensichtlich seien Kontrollen nicht in der Lage, den Missbrauch zu verhindern, sondern erhöhten lediglich die unkontrollierte Einnahme.

Bei sachgemäßer, kontrollierter Einnahme seien die Gesundheitsrisiken aber überschaubar.

Darüber hinaus sei es Privatsache eines jeden Sportlers, ob er chemische Substanzen einnimmt, um seine Leistung zu steigern.

Dass die derzeitigen Kontrollen offenbar leicht zu umgehen sind, ist auch den Verfechtern eines drogenfreien Leistungssports klar.

Überprüfungen müssen eben wirksamer gestaltet werden.

Die möglichen Nebenwirkungen seien selbst bei einer kontrollierten Einnahme viel zu gefährlich.

Wenn man Doping im Leistungssport erlauben würde, würden auch im Freizeitbereich die Sportler vermehrt dopen.

Die Folgen einer weit verbreiteten Einnahme von Dopingmitteln wären unabsehbar.

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