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B2 Sprechen · Teil 2 (Präsentation)

Sollen Schönheitsoperationen bei Minderjährigen verboten werden?

Politiker fordern ein Verbot unnötiger Eingriffe bei Minderjährigen.

Ihre Forderung stützen diese Politiker auf eine Reihe von Argumenten.

Für sie stellen Schönheitsoperationen bei Minderjährigen eine Körperverletzung dar und müssen daher verboten werden.

Die Risiken sind ihrer Meinung nach größer als jene bei Erwachsenen.

Sie sehen allerdings auch, dass es Ausnahmen gibt, bei denen auch bei Jugendlichen eine Operation notwendig ist.

Wenn ein Kind beispielsweise nach einem Unfall schwere Brandverletzungen im Gesicht hat, muss es zweifellos operiert werden, weil die seelische Belastung sonst unzumutbar wäre.

Gegner des Verbots geben jedoch zu bedenken, dass es schwierig ist, eine klare Grenze zwischen seelischen Schmerzen und Schönheitsidealen zu ziehen.

Das könne man nicht in der Praxis umsetzen, und ein gestriches Verbot sei daher sinnlos.

Was genau wäre denn strafbar?

Die abstehenden Ohren eines Kindes zu korrigieren oder ein Muttermal auf der Nase zu entfernen?

Eine Brust zu verkleinern?

Darüber hinaus würde ein Verbot die Rechte von Eltern beschneiden.

Aber was ist wichtiger: Elternrecht oder der Schutz des Kindes?

Manche Eltern seien zu schwach, um ihrem Kind Grenzen zu setzen.

Dem wird entgegengehalten, dass staatliche Regulierung keine falschen Schönheitsideale korrigieren kann.

Aufklärung ist hier gefragt.

Lehrer können solche Schönheitsbilder mit ihren Klassen diskutieren, um deutlich zu machen, wie wirklichkeitsfremd sie sind.

Ein verantwortungsvoller Arzt wird Eltern davon überzeugen, dass ihr Kind keine Schönheitsoperation braucht, sondern jemanden, der ihm hilft, selbstbewusster zu werden.

Die Entscheidung über eine Schönheitsoperation kann die Justiz nicht treffen, sie muss bei Eltern und Ärzten bleiben.

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