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B2 Sprechen · Teil 2 (Präsentation)

Teilzeitarbeit auch für Männer?

Teilzeitjobs machen Männer krank.

Zu diesem Ergebnis kam jüngst eine Krankenkassen-Studie, der zufolge Teilzeitarbeiter mit 20 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit häufiger depressiv werden und mehr Psychopharmaka einnehmen als Männer mit Vollzeitjobs.

Ist es also unklug von Unternehmen, Männer in Teilzeitarbeit anzustellen?

Durchaus nicht, denn aus Sicht der Unternehmen spricht eine Reihe von Argumenten dafür, auch Männern halbe Arbeitsstellen anzubieten.

Die meisten Teilzeitarbeitenden kümmern sich während der Zeit, die sie nicht am Arbeitsplatz verbringen, um ihre Kinder.

Erfahrungen in diesem Bereich äußern sich nach Meinung vieler Experten in besonderen Fähigkeiten, die dem Unternehmen zugutekommen: Organisationstalent, Flexibilität oder die Fähigkeit zu rascher und unkomplizierter Problemlösung.

Wenn Arbeitnehmer weniger Zeit für bestimmte Aufgaben zur Verfügung haben, nutzen sie diese oft viel effizienter, indem sie konzentrierter arbeiten und weniger Leerlauf haben.

Dadurch steigt auch die Zufriedenheit mit der eigenen Leistung, was sich wiederum positiv auf das Arbeitsumfeld auswirken kann.

Günstig ist für ein Unternehmen unter Umständen auch die Arbeitsplatzteilung, bei der zwei oder mehr Mitarbeiter einen Aufgabenbereich untereinander aufteilen.

Damit wird spezifisches Know-how geteilt, und das Wissen in diesem bestimmten Bereich bleibt auch dann erhalten, wenn einer der Betroffenen aus dem Unternehmen ausscheidet.

Urlaub oder Krankheitsfälle sind leichter zu bewältigen, wenn immer eine kompetente Kraft bereitsteht.

Teilzeitarbeit ist freilich mit erhöhten Sozialversicherungskosten und einem zusätzlichen Verwaltungsaufwand in der Personalabteilung verbunden.

Auch die Ausgaben für die Weiterbildung der Mitarbeiter steigen mit der Zahl der Beschäftigten.

Insgesamt bietet Teilzeitarbeit für Mitarbeiter und für Unternehmen eine ganze Reihe von Vorteilen.

Auch für die Männer selbst sollten sich weniger Stress und mehr Zeit für die Familie auf Dauer positiv auswirken.

So kommen die Studienleiter denn auch zum Schluss, dass Männer vor allem lernen müssen, sich von klassischen Rollenbildern zu verabschieden und ihre Selbstbestätigung nicht nur aus dem Beruf zu ziehen.

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