Tierversuche: Pro und Contra
Pro-Argumente für Tierversuche Viele Errungenschaften der modernen Medizin basieren auf Tierversuchen, insbesondere in der Grundlagenforschung.
Krankheiten wie Tuberkulose, Diabetes und viele Krebsleiden könnten nur mithilfe von Tierversuchen erforscht werden.
Alternativen sind begrenzt, da Medikamente oder Chemikalien nicht nur an einzelnen Zellen im Reagenzglas getestet werden können, sondern ihre Wirkung auf einen lebenden Organismus untersucht werden muss.
Auch Computersimulationen sind nur eingeschränkt einsetzbar, da eine virtuelle Hausmaus nur programmiert werden kann, wenn alle Mechanismen im Körper bekannt sind.
Außerdem sind Tierversuche streng reglementiert, genehmigungspflichtig und finden nur dann statt, wenn ein erheblicher Nutzen für den Menschen erwartet wird.
Contra-Argumente gegen Tierversuche Je nachdem, was erforscht wird, können den Versuchstieren erhebliche Schmerzen und Leid zugefügt werden, zudem werden die Tiere nach Ende der Versuche meistens getötet.
Viele halten es ethisch nicht für vertretbar, Tiere für das Wohl des Menschen leiden zu lassen.
Darüber hinaus finden viele Experimente in der Grundlagenforschung statt, bei denen „ins Blaue hinein“ geforscht wird, was einige für nicht vertretbar halten, wenn dem das Leid der Tiere gegenübersteht.
Auch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den Menschen ist problematisch, da sich viele Erkenntnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen lassen und die Versuche dadurch sinnlos werden.
Inzwischen gibt es Alternativen, da die Forschung so weit ist, dass künstliche Organe gezüchtet werden können, auf die sich Versuche beschränken sollten.
Auch Computersimulationen stellen eine mögliche Alternative dar.
