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B2 Sprechen · Teil 2 (Präsentation)

Verbot von Gewaltspielen – Pro und Contra

Nachdem sich in Deutschland mehrere Male Amokläufe ereigneten, bei denen die Täter Jugendliche waren, die teilweise noch zur Schule gingen, wurde von Lehrern und Politikern das Verbot gewaltverherrlichender Computerspiele gefordert.

Doch abgesehen davon, dass ein solches Verbot kaum umsetzbar ist, ist unklar, ob es überhaupt Sinn ergibt und Gewalttaten verringern oder gar vermeiden würde.

Einige Politiker meinen, dass man die globale und höchst problematische Diskussion um Gewaltausbrüche bei der jungen Generation nicht auf das bloße Verbot von Computerspielen verengen sollte.

Vielmehr müsse das Gewaltphänomen breiter analysiert werden, denn es handelt sich um komplexe Prozesse, die schließlich zu einem schrecklichen Ereignis führen können und nicht allein auf das Spielen solcher „Killerspiele“ zurückzuführen sind.

Vielmehr spielt das Umfeld des Kindes eine entscheidende Rolle, vor allem seine Eltern und Lehrer.

Sie sollten ihren Heranwachsenden richtige Vorbilder sein, ihnen zeigen, wie man Konflikte gemeinsam löst und sie vor fraglichen Computerspielen schützen.

Nicht jedes Spiel ist jedoch gleichermaßen gefährlich, denn lediglich die Spiele, die Gewalt verherrlichen, können als mögliche Ursache für einen Gewaltausbruch betrachtet werden.

Auf der anderen Seite bekommen Kinder in solchen Spielen virtuelle Vorbilder zu sehen.

Brutale Computerspiele und Videofilme gaukeln Jugendlichen den schnellen Sieg des Stärkeren vor und Auswege für den Verlierer bieten sie nicht.

Wer andere Menschen tötet, ist stark und wird als Gewinner dargestellt.

Diese logischen Denkweisen werden vom heranwachsenden Gehirn aufgenommen und fälschlicherweise auf die Wirklichkeit projiziert.

Genau deshalb soll das Verbot ausgesprochen werden, und zwar sowohl als Herstellungs- als auch als Verbreitungsverbot.

Das sei nach Meinung der Verbotsbefürworter notwendig, damit Jugendliche nicht zum Töten anderer Menschen motiviert werden, egal ob real oder virtuell.

Würden sie im Falle einer Vernachlässigung durch Familie oder Freunde zu Freizeitaktivitäten greifen, die keine Gewalt beinhalten, hätten sie auch keine gewaltbereiten, pseudostarken Figuren vor Augen und verspürten deutlich weniger Lust, diesen irgendwann ähnlich zu sein.

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