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B2 Sprechen · Teil 3 (Diskussion)

Diskussion

Kostenloses Wohnen im Urlaub, in einer schönen Wohnung, vielleicht sogar am Meer: Das ist die Idee hinter dem Haustausch übers Internet.

Es ist eine Mischung aus Abenteuer und Sparurlaub, wenn Familie Schulze im Sommer ihre Wohnung für zwei Wochen tauscht.

Vom beschaulichen Marienfelde im Rheinland geht es in die Nähe von Valencia.

Im Gegenzug verbringt eine spanische Familie ihren Urlaub in Deutschland und übernachtet in der Wohnung der Familie Schulze.

Gefunden haben sich die Deutschen und die Spanier über die Online-Plattform haustauschferien.com.

Dort können Reiselustige aus der ganzen Welt einen Steckbrief ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung, ein Kurzportrait von sich selbst und ihre Wunschreiseziele hinterlassen – in der Hoffnung, dass sich ein Tauschpartner findet.

Per E-Mail oder Telefon nehmen potenzielle Tauschpartner Kontakt miteinander auf, besprechen die Tauschbedingungen.

Und Menschen, die sich nicht kennen, lernen im Urlaub viel übereinander: Welche Bücher gelesen werden, welche CDs im Schrank stehen, ob der Staub von Monaten unter dem Sofa liegt oder ob die Tauschpartner einen Putzfimmel haben.

Für Familie Schulze ist es der erste Familienurlaub dieser Art.

Ein Urlaub ohne Hotelzimmer, ohne Swimmingpool, ohne Zimmerservice.

Dafür aber ein Urlaub mit Charme und der Möglichkeit zu erfahren, wie in einem fremden Land wirklich gelebt wird, sagt Regina Schulze.

Wer Haustauschurlaub plant, muss in erster Linie Vertrauen haben.

Die Lust aufs Neue muss größer sein als die Angst vor Diebstahl, vor Zerstörung und Verletzung der Privatsphäre.

Denn Haustauscher gehen ein juristisches Risiko ein.

Es werden keine Verträge abgeschlossen und es gibt auch keine Versicherung, die für den entstandenen Schaden zahlt.

Für den Tourismusforscher Ulrich Reinhardt ist dies ein Argument dafür, dass Haustauscheurlaube in Deutschland nur wenig Anhänger finden dürften.

Familie Schulze freut sich trotzdem auf ihren Spanienurlaub.

„Auch wenn wir uns nicht persönlich kennen, war uns die spanische Familie am Telefon sofort sympathisch.

Wir freuen uns auf den Urlaub!“, sagt Karl Schulze.

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