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Autos
Wie wäre es, bei wildfremden Menschen einzuziehen und während der eigenen Reise dort zu übernachten? Wer unmittelbare Bekanntschaft mit dem Reiseziel sucht, betreibt heute Couchsurfing: Private Gastgeber auf allen Kontinenten bieten im Internet eine Schlafgelegenheit an. „Geben und Nehmen" heißt das Prinzip – wer in New York eine Couch genutzt hat, kann auch sein eigenes Sofa für andere anbieten. Millionen Menschen sind beim größten Online-Portal angemeldet, in über 100.000 Städten. Den Begriff „Fremde" vermeidet man dort übrigens galant: Die Rede ist von „Freunden, die du noch nicht getroffen hast".
Auf das Vertrauen, zu einem Wildfremden ins Auto zu steigen, baut die Geschäftsidee von Mitfahrplattformen. Ihr Prinzip: Wer mit dem Auto von A nach B fährt und Plätze frei hat, sucht online nach Mitfahrern, um sich die Benzinkosten zu teilen. Neu sind Mitfahrbörsen nicht – schon in den 1950ern gab es eine erste Mitfahrzentrale, ganz offline. Mit dem Internet wurde die Organisation leichter: Heute weiß man vorab eine Menge über die Fahrer, denn sie haben Profile, auf denen sie sich und ihr Auto präsentieren. Auch eine Ausweiskopie kann beigefügt werden.
Langes Stehen tut selten gut – das gilt auch für Autos. Bei wenig genutzten Fahrzeugen kann Rost an Blech und Bremsen entstehen. Damit der Wagen nach einer Standzeit nicht nur anspringt, sondern zuverlässig läuft, ist Vorsorge nötig. Der früher übliche Rat, vollzutanken, erübrigt sich heute, da Autos meist einen Kunststofftank haben. Wichtig ist eine geeignete Unterstellmöglichkeit; bei teuren Fahrzeugen lohnt ein gemieteter Stellplatz. Fachleute raten außerdem, etwas mehr Luft in die Reifen zu pumpen. Doch eigentlich gilt das Motto „Fahren, fahren, fahren" – wer den Wagen nicht selbst bewegt, kann das von anderen über Vermittlungsportale erledigen lassen.
Es gibt einen neuen Trend, der weltweit Einzug hält: „Nutzen statt Besitzen". Er umfasst so unterschiedliche Praktiken wie Wohnungstausch, Kleidertauschpartys, Autogemeinschaften, Gemeinschaftsgärten und Tauschringe für Werkzeuge oder DVDs. Das Internet macht es möglich: Tauschplattformen helfen, schnell und unkompliziert denjenigen zu finden, der hat, was ich brauche. Mit diesen Leih-, Miet- und Tauschmodellen entstehen neue Geschäftsformen, die auf einer besonderen „Währung" gründen: Vertrauen – das Vertrauen, dass der andere meine Dinge gut behandelt, obwohl ich ihn noch nie gesehen habe.
Warum den teuren Zug oder Flieger nehmen, wenn es per Anhalter viel günstiger geht? Besonders junge Leute heben gern den Daumen, um von A nach B zu kommen. Doch beim Autostoppen sollte man einige Regeln kennen. In Österreich etwa ist es auf Autobahnen generell verboten, an übersichtlichen Stellen anderer Straßen dagegen erlaubt – wobei je nach Bundesland Altersgrenzen gelten. Wer im Ausland trampt, sollte sich vorab mit den dortigen Bestimmungen und Gewohnheiten vertraut machen: In manchen Ländern wird eine Bezahlung erwartet, in anderen ersetzt das Trampen die fehlenden öffentlichen Verkehrsmittel.
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