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Computer
„Auf meinen elektronischen Steuerberater kann ich mich hundertprozentig verlassen", erklärt Rainer Wust, Inhaber einer kleinen Elektronikfirma. Die Steuererstattung vom Finanzamt stimmte genau mit dem überein, was sein Steuerprogramm berechnet hatte. Immer mehr Deutsche sparen sich den teuren Gang zum Steuerberater und setzen auf Computerprogramme. Die Vorteile liegen auf der Hand: Am heimischen Rechner lassen sich alle Daten bequem in die Formulare eingeben und per Internet ans Finanzamt schicken – ohne Termine und langwierige Sitzungen. Das Programm fragt nach wichtigen Zahlen und kennt Steuertipps. In einigen Fällen muss man Belege allerdings trotzdem noch per herkömmlicher Post einreichen.
Kundenberaterin Sabine E. ist ständig auf Achse: Als Repräsentantin einer großen Firma besucht sie Messen und Kunden – heute München, morgen Stuttgart. Umso mehr schätzt sie den Service, den immer mehr Hotels Geschäftsreisenden bieten: das Zimmer mit komplettem Büroservice. Internetzugang und Telefon stehen kostenlos zur Verfügung, Dokumente lassen sich drucken, kopieren oder per Fax verschicken. „Meine Aufträge tippe ich oft schon während der Kundentermine ins Notebook und versende sie abends per E-Mail. Das spart mir viel Zeit, die ich nun nutze, um abends auszugehen und die Gastronomie der Stadt kennenzulernen."
Ein Referat über Karl den Großen bis nächste Woche – kein Problem. Mussten sich Schüler früher durch Berge von Büchern kämpfen und Nachmittage in Bibliotheken verbringen, genügt heute ein Mausklick auf einen Onlinedienst, der fertige Referate zu fast jedem Thema liefert. Statt im Lesesaal entspannt sich der Schüler im Schwimmbad – und trägt dann ein Referat vor, von dem er oft nicht einmal das Thema kennt, was spätestens bei Nachfragen auffällt. Diese Praxis stößt bei Lehrern und Schulpolitikern auf Kritik; sie fordern einhellig Maßnahmen gegen Anbieter, die den Schülern zwar Arbeit abnehmen, aber nichts zur Wissensvermittlung beitragen.
Wer könnte interessantere Meldungen aus allen Ecken des Internets liefern als die Nutzer selbst? Deshalb sind auf vielen Nachrichtenportalen keine Profis am Werk, sondern ganz normale Surfer, die zu Onlinereportern werden. Das Prinzip ist einfach: Wer im Netz eine Meldung aufspürt, die andere interessieren könnte, schreibt eine kurze Zusammenfassung und reicht sie ein. Der Betreiber prüft nur, ob der angegebene Link funktioniert und die Quelle seriös ist; so lassen sich Falschmeldungen aussortieren. Nach erfolgreicher Prüfung wird daraus eine Nachricht, und die Leser können selbst an der Quelle überprüfen, ob sie den Informationen vertrauen.
Zu Beginn des Englischkurses fragt Verena Baum ihre Mitlernenden nach ihren Namen – wie in jedem Sprachkurs. Doch sie sitzt nicht auf einem harten Schulstuhl, sondern bequem zu Hause vor ihrem PC. Vor zwei Jahren startete eine Sprachenschule bei Frankfurt das Pilotprojekt „Überall Englisch": Die Lernenden eignen sich die Sprache über ein eigens entwickeltes Programm an und treten per Internet in Dialog mit den anderen. Alle sechs bis acht Wochen trifft man sich an der Schule zum Austausch und zur Lernkontrolle. „Zuerst war es ungewohnt, sich nicht in einem Kursraum zu treffen", sagt Baum, „aber das Lernen hat großen Spaß gemacht."
Jeder kann Netzreporter werden
Historisches Wissen ohne Mühe
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