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Gedächtnis
Das Kunstwort „Mnemo"-Technik tritt seit dem 19. Jahrhundert an die Stelle des Begriffs „Gedächtniskunst". Sinn und Ziel der Mnemotechnik (griechisch für „Gedächtnis, Erinnerung") ist die reichhaltige Aufnahme von Informationen und ihre gute Verarbeitung – damit man sich auf Dauer bewusst erinnert: Eselsbrücken bauen, Reime bilden, innere Bilder entwickeln. Eine wichtige Rolle spielt die Assoziationstechnik. Will man sich eine Reihe verschiedener Dinge merken, stellt man sie sich bildhaft vor und verknüpft sie in Form einer lustigen oder schrecklichen Geschichte.
Stundenlanges Pauken? Das ist Geschichte. Lernen geht schneller und leichter, wenn man sich an einige Tipps hält: Wenige Minuten täglich pro Fach reichen, um etwas Neues zu lernen. „Unser Gehirn ist im Grunde ein fauler Sack", erklärt Wilfried Helms, Gründer eines Lernzentrums, „deshalb lernt es nur, wenn es einen Grund hat." Das heißt: wenn es wachgerüttelt wird. Das gelingt aber nur, wenn Eltern oder Lehrer eine gute Beziehung zu den Kindern haben – denn erst die sorgt dafür, dass der Schüler nicht gleichgültig vor dem Stoff sitzt. Dann schüttet der Körper Stoffe aus, durch die sich das Gehirn aufs Lernen einstellt: der Überraschungseffekt.
Wer ein digitales Quiz zusammenstellen wollte, brauchte noch vor kurzem viel Zeit und technisches Wissen. Doch das ist vorbei – dank Michael Hielscher von der Pädagogischen Hochschule Bern. Ein Wort-Bild-Memory zu basteln ist nun kinderleicht: Man tippt einen Begriff ins Onlineformular, sucht ein passendes Bild oder lädt ein eigenes hoch, und weiter geht es. Dank der kostenlosen Website lassen sich heute eigene Lerneinheiten erstellen und im Netz veröffentlichen. Noch vor wenigen Jahren waren dafür Informatikkenntnisse nötig und es kostete viel Geld und Zeit; bestehende Plattformen waren oft so umständlich, dass viele Lehrer sie ignorierten.
Es ist eine Schwäche unseres Gehirns: je älter man wird, desto schwerer fällt das Merken. Viele Hirnjogging-Produkte versprechen Besserung, doch viele sind nutzlos. Was hilft wirklich? Reines Auswendiglernen genügt nicht. „Jeden Tag ein Kreuzworträtsel zu lösen heißt nicht, dass Sie sich den Einkaufszettel besser merken", sagt Professor Hans-Georg Nehen. Sinnvoll seien andere Übungen: „Gehen Sie an der roten Ampel in Gedanken Ihren Weg zurück – wie viele Kreuzungen haben Sie passiert?" Gedächtnistrainer Markus Hofmann rät, nicht immer dasselbe zu tun: sich mit links die Zähne putzen, einen anderen Weg zur Arbeit nehmen oder die Zeitung auf dem Kopf lesen.
Mit der richtigen Ernährung wird man zwar nicht schlauer, doch bestimmte Lebensmittel können Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern und Stress reduzieren. Blaubeeren, Nüsse, Avocados, Lachs und Hülsenfrüchte sind wahre Energielieferanten fürs Gehirn – „Brainfood". Vor allem aber gilt: viel trinken, denn nur mit genug Flüssigkeit sind Sauerstoffversorgung und Durchblutung gewährleistet; Kopfschmerzen und Müdigkeit können erste Anzeichen für Flüssigkeitsmangel sein. Mindestens zwei Liter kalorienarme Getränke sollte man über den Tag verteilen. Zusätzliche Kraft erhält der Kopf durch Zucker, der langsam ins Blut gelangt, etwa aus Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, die für einen konstanten Blutzuckerspiegel sorgen.
Mit Mnemotechniken zum Erfolg
Mehr Aufnahmefähigkeit durch Mnemotechnik
Leichter lernen mit selbst gemachten Apps
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Brainfood: Power für Kopf und Körper
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